Manifest für das Bauen im 21. Jahrhundert.
Bauen ist ein kultureller Akt.
Jeder Bau drückt die Befindlichkeit einer Gesellschaft aus
und ist Abbild ihres Entwicklungsstandes.

Für das Bauen im 21. Jahrhundert gilt:
Die Architektur ist menschlich, bescheiden, nachhaltig und schön.
Konsequenterweise werden alle neuen Gebäude gleichzeitig an den Kriterien
Nützlichkeit, Nachhaltigkeit und Schönheit gemessen.
Wer diesen Kriterien nachlebt, baut für das dritte Jahrtausend.

HZDS geht diesen Weg.

Bauten, die überzeugen, erfüllen die Bedürfnisse der Nutzer. Es geht ihnen nicht bloss um die Umsetzung eines Raumprogramms. Für sie gilt die Aussage: Es wurde eine angemessene Wohn- und Arbeitsatmosphäre geschaffen.

Flexibilität über die ganze Lebensdauer ist ein zentrales Moment von funktionaler Nützlichkeit.

«Ein Raum soll nicht festgelegt sein, soll kein statisches Gefühl vermitteln,
sondern soll dem Wandel stattgeben, sodass seine Nutzer auf ihm spielen
können wie auf einem Klavier.»
Richard Buckminster Fuller 1929

Nachhaltig ressourcenbewusstes Bauen beginnt mit der Gretchenfrage der Architektur: Soll überhaupt gebaut werden?
Wenn ja: Was und wie soll gebaut werden?

Es soll nur gebaut werden, was zwingend nötig ist.

Beim Bauen ist aber vorzusehen, dass Künftiges möglich bleibt.

Stoffflüsse müssen erfasst und graue Energie berechnet werden. Sie bestimmen das «Wie» des Bauens.

Erst jetzt kommen die Fragen der Betriebseffizienz wie Primärenergieverbrauch etc. hinzu.

Gebäude haben eine lange Lebensdauer, darum müssen sie auch schön sein.

Über den temporären Geschmack und die modisch attraktive Oberfläche hinaus zielt Schönheit auf etwas Langfristiges, Andauerndes, Generationenübergreifendes.

Schönheit ist die Sprache, mit der die Vergangenheit zu uns spricht und mit der wir in die Zukunft sprechen.